Kulinarisches Erbe in den Alpen – eine Umfrage der Alpenkonvention
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Das Erbe von Montanregionen, mit seinen vielfältigen und zugleich spezifischen Formen von Natur und Kultur, ist so besonders wie bewahrenswert. Vor 35 Jahren wurde die Alpenkonvention, ein Rahmenübereinkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes, gegründet, um genannte Ziele gemeinsam zu erreichen.
Im Rahmen der italienischen Präsidentschaft der Alpenkonvention wurde im vergangenen Jahr die Taskforce „Alpine Culture“ eingerichtet. Damit sollen kulturelle Aspekte bei den Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Rahmen der Alpenkonvention ein größeres Gewicht bekommen. Die Inhalte, die in der Taskforce „Alpine Culture“ verstärkt in den Fokus rücken sollen, stimmen über weite Teile mit den Kategorien des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes überein. Und tatsächlich sind auch schon mehrere alpinspezifische Kulturformen als Immaterielles Kulturerbe im Sinne der UNESCO gelistet, beispielsweise die Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur.
Um einen Zugang zu dem komplexen Thema der „Alpine Culture“ zu ermöglichen, wurde vorerst exemplarisch das Nahrungskulturerbe im Alpenraum gewählt. Im kulinarischen Erbe überschneiden sich alpine Bewirtschaftungsformen und die darauf aufbauenden Nahrungsproduktionen, aber auch Mobilität und Tourismus, Bräuche und Feste, darstellende Künste und sprachliche Ausdrucksformen, Wissen um die Natur oder traditionelle Handwerkstechniken. Eine spätere Erweiterung um zusätzliche Aspekte der Alpine Culture ist geplant.
Mit diesem ersten Zugriff auf das Alpine Food Heritage ist eine Umfrage verbunden, die eine flächige Erhebung im gesamten Alpenbogen (von Frankreich bis Slowenien) unterstützen soll. Hier finden Sie die Umfrage der „Alpine Culture“ zum Herunterladen, die auf Basis der bisherigen Vorarbeiten von Seiten der italienischen Präsidentschaft entwickelt wurde. Wir möchten Sie herzlich einladen, sich an der Umfrage zu beteiligen, den Fragebogen auszufüllen und bis zum 10. April 2026 an die beiden dort genannten Emailadressen zurückzusenden – das Mitsenden von Fotos oder anderen Dokumenten ist möglich und gern gesehen.
Zur Teilnahme ist ein Wohnsitz in den Alpen keine Voraussetzung, die Fragen betreffen auch allgemein den Blick auf das alpine kulinarische Erbe und die Kenntnis von Nahrungspraktiken und Traditionen. Im Mittelpunkt stehen Gute-Praxis-Beispiele (Best Practice), es können aber alle Ihnen bekannten Beispiele angegeben werden, um den Blick zu erweitern.
Viel Freude beim Ausfüllen der Umfrage wünschen Ihnen die Beratungs- und Forschungsstellen für Immaterielles Kulturerbe!